AIOLA SCHLOSSBERG

Von den topografischen Linien der Stadtmauer und Erschließungseinrichtungen wird die räumliche Positionierung eindeutig bestimmt. Das Gebäude nimmt einerseits die Richtung der Befestigungsmauer im Osten auf und hebt die Bedeutung dieser hervor. Andererseits wird die Achse der Dr. Karl Böhm Allee mit dem Baukörper verschnitten. Es entsteht ein Objekt, das die äußeren Verhältnisse in sich aufnimmt und somit eine Neudefinition auf der Ebene schafft. Der Aspekt quasi schwebend auf Graz blicken zu können wird durch den Niveauausgleich erzielt. Dieses 270 Grad Panorama ist die Basis des neu zu schaffenden Raumes, sowohl im Innen- als auch Außenbereich. Die Leichtigkeit des Ortes oder auch die Übersicht – im ursprünglichen Sinn des Wortes – bilden den Ausgangspunkt für die Objektgliederung. Die öffentlichen Bereiche werden so ausgebildet, dass ihre landschaftliche Anbindung durch Transparenz und Flexibilität erzielt wird. Im Gegensatz dazu entsteht im Norden ein schützend massiver Steinkörper. Das Gebäude wird weitestgehend begrünt, Schilf, Efeu und wilder Wein bewachsen den Steinkörper, Flechten und andere niedere Gewächse die Dachfläche.

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